:: Willkommen in des Herrn Sathom, des ungläubigen Ketzers Blog

So, der Herr Sathom hat sich nun, nach langer Planung und fehlender Zeit zu derselben Umsetzung, endlich auch dem allgemeinen Trend angeschlossen und ein Blog zu betreiben sich befleißigt. Wem’s nun ominös scheint oder wen es gar schreckt, daß der Herr Sathom hier von sich in der dritten Person redet, und zudem einen Stil der Sprache pflegt, als wolle er dem vortrefflichen Lord Dunsany daselbst ebenbürtig sein, sei getrost – vielleicht wird’s dem Herrn Sathom über kurz oder lang (oder gelegentlich mal zwischendurch) selbst zu blöd, und er wird sich dann weniger absonderlich an die Leser und Besucher wenden. Einstweilen gefällt er sich jedoch darin, sich im Stile mancher jener Kolumnisten zu verbreiten, die jenem eitlen, meist inkompetenten, und in aller Regel zeitgeistgesteuerten Menschenschlag angehören, der sich durch Ausübung der elenden Tätigkeit des Feuilletonisten seiner angepaßt-scheinklugen Veranlagung ergibt. Und damit muß man sich für den Augenblick abfinden. Wie’s der Untertitel des Blogs schon andeutet – hier wird viel Kritik geübt werden, denn der Herr Sathom ist ein kritischer Geist, Agnostiker gar (wenn auch vielen jener Spielarten des Naturalismus, welche zu Unrecht sich dem Agnostizismus anbiedern, ganz und gar abhold – wer es fassen kann, der fasse es, den Anderen wird es vielleicht in der Folgezeit sich aus des Herrn Sathom Blogeinträgen erhellen), der beabsichtigt, unregelmäßig und undiszipliniert hierselbst in den Bereichen Medien- und Gesellschaftskritik oder auch Politik sich zu ergehen, und auch Manches zu religiösen Themen und deren Randgebieten zu sagen. Doch auch zu Belanglosem oder dem, was nur belanglos scheint, wird er sich hier äußern. Der Herr Sathom meckert nämlich gern – darin dem seligen Raymond Chandler ähnlich, wiewohl diesem trefflichen Manne ansonsten an verdienstvoller Tat nicht gleich – und ist ein wahrer Kritikaster; doch auch da getrost, wer fürchtet, es könne hier deshalb nur gemosert und allzeit Kritik geübt, und die Welt in allzu düsteren Farben gemalt werden. Der Herr Sathom ist nämlich auch eine Frohnatur und schon gern mal lustig, zumal zusammen mit anderen Leuten. Wenn ein Thema der Herrn Sathom aber wirklich zornig oder wütend macht, oder einen ernsthaften und respektvollen Umgang erfordert, so wird er nicht damit hinterm Berg halten, dies auch in gebührender Weise vorzutragen.

Was gibt’s sonst über Herrn Sathom zu wissen? Einstweilen dies: der Herr Sathom ist allerhand, studierter Religionswissenschaftler zum einen, in den Nebenfächern Psychologie und Erziehungswissenschaft desgleichen beschlagen, ein Magister somit, vom Leben dahin verschlagen, Webdesign zu betreiben und sich ansonsten seinen Künsten im digitalen Artwork, vornehmlich einem erwachsenen Publikum zugedacht, zu widmen und dieses Tun beruflich auszubauen; gewesen ist er auch schon einmal Designer von Spielegrafiken für Handhelds und, gelegentlich und eher hobbymäßig betrieben, gar ein Comiczeichner. Darüber hinaus Fantasy-Rollenspieler und Freund elektronischer Spiele (wiewohl Letzteres nicht in einem Ausmaß, das ihn als „Gamer“ kennzeichnen würde), der an einem eigenen RPG bastelt und dabei gern seiner Liebe zur Musik (die schwarz und laut sein kann, aber auch ganz anders sein darf) frönt. Der Herr Sathom dilettiert auch immer wieder einmal mit einem Fantasyromanepos herum, das vielleicht oder auch nicht eines Tages das Licht der Welt erblickt. Zudem befaßt er sich hingebungsvoll mit Populärkultur – trete diese nun als Spielfilm, TV-Serie, Manga/Anime, oder allgemein als sowohl bunte wie schwarzweiße Bildgeschichte aus dem angelsächsischen oder frankophonen Raum auf – und läßt es sich bisweilen nicht nehmen, auch Observationen anhand derselben seinem akademisch gebildeten Kritikastertum zu unterziehen. Herr Sathom liest auch sonst allerhand Zeugs; neben genanntem Herrn Chandler und dem gleichfalls vortrefflichen Ross MacDonald präferiert er vor Allem den ruhmreichen H.P. Lovecraft und andere düstere Autoren ähnlicher Kunstfertigkeit, von denen nur genannt seien Montague Rhodes James, Ambrose Bierce oder W.H. Hodgson. Den ebenfalls bereits genannten Herrn Dunsany hält der Herr Sathom für einen Autor des Phantastischen ohnegleichen. Gern liest der Herr Sathom auch, was ihn bildet, davon unter Anderem die Schriften Horkheimers und Adornos, Theweleits scharfen Verstandes Ergüsse oder auch des frühen Habermas Thesen (und weiteres, doch die Liste drohte endlos zu werden). Und des Weiteren schaut der Herr Sathom spät nachts oft im TV auf Kanälen wie arte Sendungen informativen Charakters über Weltgeschehen, Wirtschaft und Politik, welche dort Informationen zur Verfügung stellen, die das Mainstreamfernsehen zur Hauptsendezeit dem Publikum vorenthält, oder lieber zeitgeistgerecht zu Häppchen verarbeitet reicht.

Ansonsten ist der Herr Sathom ein großer Freund der Kleinkunst und Verabscheuer der Comedy, und wahrlich ein Fan des höchst lobenswerten Herrn Tägert, Berlinern besser bekannt als Der Schaue Fil, seines Zeichens Verfasser unnachahmlicher Comix, verschmitzter Weltweiser, Bänkel- und Moritatensänger und Bühnenakteur, und des hochvorzüglichen Fräuleins Susianna Kentikian, das zu des Herrn Sathom großer Erbauung regelmäßig andere Leute verhaut. Damit sei es erst einmal genug; yours sincerely braucht nämlich nach Verfassen dieser geschraubten und gewundenen Rede zwar nicht gerade ein Aspirin – das er weder da hat noch einnähme, hätte er es denn – aber doch endlich Frühstück (mit dick Sandwich nach eigener Creation, viel Milchkaffee und beschlossen durch eine Selbstgedrehte), immerhin ist es schon 12 Uhr durch, und der Herr Sathom fürchtet, manchen Lesern oder Leserinnen möchte wohl nach der Lektüre ähnlich zumute sein.

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2 Kommentare zu “:: Willkommen in des Herrn Sathom, des ungläubigen Ketzers Blog”

  1. hallo dir, wollte ganz gerne wissen ob du der thomas bist, der mir damals einige pforten eröffnet hat. ich wünsche dir (solltest du es ein) ein erfülltes glückliches dasein, mit allem was dir vor jahren noch gefehlt hat…

    ich drück dich fest „shasira“

    1. Hmmm… kö*nnn*te sein. Irgendwas an Deinen Nicks kommt mir vertraut vor, aber ich bin nicht ganz sicher. Kenne ich Dich als Morgana, oder über eine gewisse Grüne Fee?

      Update: das mit den Pforten konnte ich zuerst nicht zuordnen, aber inzwischen fiel mir noch ein… bist Du diejenige, die damals eine Umfrage unter Goths machen wollte? Wenn ja, lief’s denn gut und was ist daraus geworden?

      Ich danke Dir jedenfalls für die Wünsche und hoffe, Dir ist es selbst gut ergangen.

      Ansonsten hilf mir mal auf die Sprünge, ich wüßte sonst grad nichts, sorry…

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