:: Wie Herr Sathom fast amnesty international geholfen hätte

Herr Sathom ist – oder vielmehr war, denn er hat diesen Artikel mittlerweile aktualisiert – ein wenig traurig, aber mittlerweile weniger als zuvor. Die letzten Wochen waren anstrengend bis zur Erschöpfungsgrenze, und Herr Sathom fühlt sich dem Koma nahe – allein, es schien bis vor Kurzem alles vergebliche Mühe. Da Herr Sathom, wie bereits verkündet, auch Kunst für ein erwachsenes Publikum verfertigt, hat er seit Wochen schon geschuftet, um den Hintergrund für ein Bild fertigzustellen, auf daß er damit an der ES Art Competition teilnehmen könne; er ist auch nach wie vor sehr zufrieden damit, und das Werk bedeutet ihm viel und ist sein liebstes bisher. Auch sparte Herr Sathom fleißig, auf daß er die Teilnahmegebühr aufbringen könne. Dem Sieger – wobei Herr Sathom nicht davon ausging, den ersten Platz zu belegen – winkten 5000,- USD, und zweihundert ausgewählte Bilder sollten an einer Ausstellungswelttour teilnehmen, die neben vielen Großstädten auch des Herrn Sathom Heimatstadt heimgesucht hätte. Allein, da er zum 22.02. nicht die E-Mail bekam, welche nur die Gewinner hätten bekommen sollen, schien es, als müsse er sich wohl drein finden, daß er diesmal nicht dabei sei. Herr Sathom war deswegen nicht in seinem Selbstbewußtsein erschüttert – angesichts der Vielzahl der handwerklich hervorragenden Teilnehmer, und da es seine erste Teilnahme war, und da er weiß, daß nicht ein jeder gewinnen kann, ist ihm klar, daß dies nichts über die Qualität seines Werkes aussagt, zu welchem er vielerlei positives und überschwängliches Feedback bekam in letzter Zeit; und er ist weiterhin stolz auf das eingereichte Werk, das ihm darob nicht weniger am Herzen liegt. Aber etwas traurig war er doch, wenn auch nicht wegen des Gewinns an sich. Denn wiewohl Herr Sathom seit einiger Zeit Erfahrungen mit Ausstellungen sammeln konnte, und sehr viel positives Feedback und Zuspruch erhält, ist dies für ihn noch keineswegs Routine, wie sie es für solche sein mag, die alljährlich daselbst an vielerlei Wettbewerben und Ausstellungen teilnehmen und mal so, mal so abschneiden, und aufgeregt war er daher schon.

Heute nacht aber erschien dem Herrn Sathom ein Hoffnungsschimmer, erhielt er doch eine Mail, des Inhalts, daß aufgrund eines Servercrashs noch nicht alle eingereichten Werke beurteilt seien, und daß daher die Entscheidung auf den 04. – 06. März vertagt sei. Herr Sathom ist sich bewußt, daß dies nicht heißt, daß er die Ehre und Freude haben wird, zu den auserwählten 200 zu gehören, aber immerhin ist jetzt wieder ein wenig Hoffnung in sein Herz eingezogen.

Ein Beispiel für solch oben genanntes Feedback war, daß Herr Sathom eine Woche vor Einsendeschluß für diesen Wettbewerb von der Association of Erotic Artists (AEA), daselbst in London ansässig und ihn schon zuvor auf Ähnliches angesprochen habend, gefragt wurde, ob er einiges von seinem Artwork für eine Benefizausstellung namens „Sex is not the Enemy“ zu Gunsten von amnesty international zur Verfügung stellen könne. Herr Sathom tat es gern, allein es kostete ihn viel Gerenne und Geld, da die AEA selbst nur kurzfristig vom Veranstalter benachrichtigt worden war, und belastete somit zusätzlich zur Fertigstellung seines Wettbewerbsbeitrags, alles zu rahmen, zu verpacken und rechtzeitig nach London zu senden. Zwei Tage vor der Vernissage erhielt Herr Sathom dann eine E-Mail vom ausgezeichneten Christopher John Ball, seines Zeichens Schatzmeister der AEA, daß man dringend in Verbindung treten müsse, weshalb er den vorzüglichen Mann noch nächtens anrief – und erfuhr, daß alles bestellt sei, amnesty habe Flugblätter in London verteilt, Rockbands, Cateringfirma und Gauklervolk sitze in den Startlöchern für die Vernissage, doch gäbe es keine Erlaubnis für die Veranstaltung – der Inhaber des Veranstaltungsortes schiebe es auf die Behörden, diese behaupteten hingegen, keinen Antrag von jenem erhalten zu haben. Es sollte zwar noch eine Notstandssitzung mit amnesty-Vertretern geben, doch da Herr Sathom dann nichts mehr hörte, nimmt er an, daß die Sache ins Wasser gefallen ist. Es mag zwar sein, daß sie nur verschoben wird, doch hat Herr Sathom in dieser Richtung noch keine weitere Nachricht. Der löbliche Mr. Ball und er verblieben so, daß der Versand der Bilder kein Schade sei, da die AEA oft nur sehr kurzfristig angesprochen werde und nun etwas von Herrn Sathoms Werken in London sich befände, so daß Probleme wie das, daß er einmal an einer Ausstellung in Las Vegas nicht teilnehmen konnte ob solch kurzer Frist, nicht wieder auftreten können. Insofern also immerhin nicht alle Mühe umsonst.

Herr Sathom sucht, es wie ein Profi zu nehmen – er weiß wie gesagt, daß für Andere die Teilnahme an vielerlei Veranstaltungen Routine ist, doch war er selbst aus genannten Gründen schon ein wenig aufgeregt ob beider Projekte (zumal er die Teilnahme an der Competition sich die Jahre zuvor nicht, nun aber endlich leisten konnte), und daß beide kurz hintereinander zu nichts zu führen schienen, stimmte ihn, der mit heißem Herzen an seinem Tun hängt, doch ein wenig melancholisch. Sein Trost ist, daß er sich allgemein auf dem rechten Wege weiß und noch viel vorhat. Seine erste Ausstellungsteilnahme fand im Jahre 2007 statt, woraus man schließen kann, daß er hinsichtlich der Bekanntmachung seines Artworks noch am Anfang steht, und viel positive Kritik wie auch Anfragen wie die für amnesty erfreuen ihn und zeigen ihm, daß sich die Dinge so entwickeln, wie er es unermüdlich anstrebt; allein ist solcherlei für ihn eben noch keine Routine, sondern spannend und aufregend, so daß zwei Rückschläge in so kurzer Zeit ihn ein wenig frustrierten, ihn aber immerhin auch drum gemahnten, wie viel ihm an der Sache liegt und wie ernsthaft er sie betreibt. Weshalb ihm all dies letztlich, gleich wie es ausgeht, mehr Ansporn ist denn Enttäuschung (und ihn heißt, durch weitere Bemühung um Bekantmachung seines Werks die ihm noch fehlende Gelassenheit zu erwerben).

Wer dem Herrn Sathom wohlgesonnen ist, hat jedenfalls jetzt noch die Möglichkeit, ihm die Daumen zu drücken, wofür der Herr Sathom allen von ganzem Herzen dankt.

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