:: TV-Tipp: The Avengers (A Tribute to Ms. King)

Auch Herr Sathom zählt sich zu jenen, die von den Folgen der britischen Serie The Avengers, die im Französischen den lustigen Titel Chapeau Melon et Bottes de Cuir trägt, diejenigen für die wahren Klassiker halten, in denen die unvergleichliche Diana Rigg als Mrs. Emma Peel den Herrn John Steed bei seinen Eskapaden begleitet; man verstehe ihn also nicht falsch, wenn er – einem häufig zu hörenden Urteile widersprechend – hier verkündet, daß er kürzlich auch die Folgen der darauffolgenden Serie/Staffel, in denen die kesse Tara King (Linda Thorson) brilliert, als Darbietungen von eigenem Charme wiederentdeckt hat, wiewohl diese sonst oft für viel weniger gut befunden werden. [Weiterlesen]

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:: Wenn’s zischt und kracht

Der Herr Sathom, wiewohl sonst die Denkerstirn in krause Falten gezogen oder sich manisch seinem kreativen Schaffen widmend, ergibt sich dennoch auch oft und gern vollkommen unproduktiv Erbaulichkeiten in Gestalt sinnlosen, zur Zeitvergeudung ladenden Tands, ein Lebensinhalt, welchem unter anderem lustige Flash-Games trefflich zu dienen wissen. Getrieben von dem Wunsch, seine liebsten Vehikel erfreulich-entspannender Kurzweil auch mit anderen zu teilen, hat er sich entschlossen, sie von nun an unregelmäßig, denn der Herr Sathom ist undiszipliniert, auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Den Reigen beginnen möchte er mit zwei Spielen aus dem Bereich strategischer Ballerei, die ihm viel Freude und durchwachte Nachtstunden beschert haben. Alsdann:

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:: TV-Tipp: Primeval

Eine Serie, welcher Herr Sathom anfänglich mit leichtem Vorbehalt begegnete, hat sich diese muntere Monstermenagerie mittlerweile zu einem spannenden Epos gemausert, dem Herr Sathom allwöchentlich mit fiebriger Aufregung folgt. Denn von der ursprünglich recht simplen und Eintönigkeit verheißenden Grundidee, in jeder Folge irgendein anderes Urviech aus einem Zeitloch hopsen zu lassen, hat sich Primeval trotz des verallgemeinernden deutschen Untertitels „Die Rückkehr der Urzeitmonster“ bereits vor mehr als einer Staffel emanzipiert und sich einen hochspannenden Overplot zugelegt, [Weiterlesen]

:: Volksentscheid zu Pro Reli (2)

Das ist schon einer, der Herr Sathom, ein ewig Unzufriedener, immer findet er was zu meckern – und da geht es auch schon wieder los. Denn der Volksentscheid ist vorüber, die Stimmen ausgezählt, und der Gesetzentwurf von Pro Reli e.V. vom Tisch, wie Herr Sathom erleichtert feststellt. Allein erleichtert heißt nicht gleich befriedigt – denn ein triumphierendes Hah! bleibt Herrn Sathom im Halse stecken, blickt er auf die Wahlbeteiligung. Nun gut, mag man meinen – die Gegner des Gesetzentwurfes hatten eine geringfügige Mehrheit, stimmten also wie der Herr Sathom selbst, so daß es auch ein echtes – wenn auch knappes – Ergebnis ist und nicht nur eines dank geringer Wahlbeteiligung, und ein kaum nennenswerter Zuspruch überhaupt teilnehmender Wähler ist ja in diesem Fall tatsächlich auch ein Votum gegen das Gesetz, bedeutet er doch, daß nicht genügend Menschen motiviert oder interessiert werden konnten, für dieses zu stimmen. Man könnte sich also – auch und gerade ob der Wahlbeteiligung an sich, die auch eine Art von Meinungsäußerung ist – befriedigt zurücklehnen.

Denkste, meint Herr Sathom. [Weiterlesen]

:: Frömmleranschlag auf die Freiheit

Herr Sathom ist einigermaßen mißvergnügt, muß er doch, wiewohl Agnostiker und somit vom sonntäglichen Kirchgangszwange freigestellt, dennoch am kommenden solchen seine Freizeit opfern, um bei einem Volksentscheid dem Ansinnen eines Häufleins religiöser und weltanschaulicher Aktivisten entgegenzutreten, welche der Freiheit und dem Pluralismus eins auszuwischen ausgezogen sind. Er hofft, daß recht viele so stimmen mögen wie er, auch gläubige Menschen, denn gleich ob religiös oder ungläubig müßte jeder, der die „Argumente“ jener Dreisten geprüft und wohl bedacht hat, sich über deren schwachen Gehalt im Klaren sein, welchen Herr Sathom im Folgenden eingehend nachzuweisen gedenkt. (Insofern sei gesagt, daß Herr Sathom hier keineswegs daran gelegen ist, gegen religiöse Menschen zu wettern, wiewohl er deren Glauben nicht teilt; des Herrn Sathom Zorn gilt allein denjenigen, die verantwortliche Veranstalter des derzeitigen Affentheaters sind.) [Weiterlesen]

:: Qualitätsjournalismus

Da der Herr Sathom derzeit nicht so recht bloggen, sein Weblog jedoch auch nicht ganz brachliegen lassen mag, faßt er sich diesmal kurz und präsentiert lediglich zwei kürzlich gefundene Artikel, welche ihn in seiner hier schon erörterten These bestätigen, daß es mit dem Journalismus – auch jenem, der sich Qualitätsjournalismus oder investigativ schimpft – nicht allzu weit her sei, und daß sich auch dieser oft genug vornehmlich einer Realitätsproduktion widmet, welche die Versatzstücke und angeblichen Fakten, aus denen sie ihr Weltbild zusammenkleistert, aus der Wundertüte bezieht. Ob die betreffenden Journalisten nun interessengesteuert, ob eigener Vorurteile und Denkstereotypen verblendet, oder schlicht aus reiner Faulheit handeln, will er dabei mal dahingestellt lassen; es mag sich das eine Mal so, das andere so verhalten, oder alles mag dabei anteilig eine Rolle spielen.

Die verlinkten Artikel fand der Herr Sathom im BILDblog, das jetzt ein BILDblog für alle ist, aus den hier genannten, so berechtigten wie traurigen (eben weil auch der Qualitätsjournalismus…) Gründen.

Alsdann:

  • Spaß mit Extra 3 – das vom Herrn Sathom gern gesehene Satiremagazin des NDR macht sich ein Späßchen, und die Journaille nimmt es ernst
  • Unsinn über Twitter – wieder ein Schlag des seriösen Journalismus gegen das Internet (zur Not durch Verfälschung eines Interviews, indem man der befragten Wissenschaftlerin erfundenes in den Mund legt)

Damit soll für diesmal genug getan sein – Herr Sathom plant zwei lange Elaborate über die schröcklichen Genkartoffeln und den Kulturkampf zwischen Leuten, die sich für Atheisten halten, wiewohl sie doch lediglich einem stupiden naturalistischen Monismus frönen, und den ihm ebenso ungenehmen Vertretern der religiösen Fraktion (warum er beiden abhold ist, wird der Herr Sathom dann erklären), und er hat jetzt schon keine Lust, aber was soll er machen, wenn ihm solcherlei begegnet, man muß sich ja dazu äußern, am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen, nicht das Feld nur stumm jedweder Interessengruppe überlassen, menno.