:: Kurras-Nachlese oder: kleiner medienanalytischer Exkurs

Der Herr Sathom möchte, damit einer Debatte, welche die Medien – von ihren linken bis zu den bürgerlich-konservativen Vertretern – bereits wieder zu den Akten der Geschichtserledigung gelegt zu haben scheinen, zugegebenermaßen hinterherjuckelnd – ja, durchaus schon wieder als Rückblick oder Nachtrag – an dieser Stelle auch noch einmal seinen Senf zu den vor einiger Zeit mit viel Bohei durch den Mediendschungel getragenen Erkenntnissen über die Stasi-Tätigkeit des Herrn Kurras, seinerzeit berüchtigt als derjenige, welcher den Todesschuß auf Benno Ohnesorg abgab, loswerden. Wobei sich Herr Sathom, der den diesbezüglichen Aufruhr, welcher mittlerweile anderen Aufregern – tatsächlichen wie vermeintlichen – wieder gewichen ist, sorgfältig beobachtete, sich betreffs seiner arbeitsstreßbedingten Nachzügelei damit tröstet, daß eine kleine, in aller Ruhe reflektierte und recherchierte Nachlese vielleicht gehaltvoller sein dürfte als die eilig zusammengeschreibselten Elaborate, vermittels derer die Journaille und die üblichen Deutungshoheitsexperten – und auch sonst ein jeder, der irgendwie irgendwo etwas zu melden haben meint – in solchen Fällen flugs und hektisch jedweden Unsinn daherkrähen, der ihnen gerade aus dem hohlen Bauch kommt, nur um noch schnell dabei gewesen zu sein, ehe das nächste Thema das Ultrakurzzeitgedächtnis der Öffentlichkeit wieder überschreibt. Zugleich bittet Herr Sathom, der seine spärliche Zeit mit Abfassen und Redigieren des folgenden Elaborats verbrachte, so gut es ging, um Verständnis, da er fürchtet, daß ob genannten Zeitproblems manches an seiner Rede, allen  Mühen zum Trotz, mehr noch als sonst der Molekularstruktur einer dicken Portion Spaghetti gleichen könnte, und hofft, daß dies der Nachvollziehbarkeit nicht abträglich sein möge.

Dem Herrn Sathom kam an den Beiträgen, welche er teilweise zur Thematik zu Gesicht bekam, nämlich etwas komisch vor; allein durch anderlei Verrichtungen notwendigen Broterwerbs abgehalten, vermochte er all die Wochen keine Zeit zu finden, den Finger auf den Punkt zu legen, an welchem ihm der Diskurs einer Verfälschung anheimgefallen schien. Statt dessen hat er also zu Zeiten des Krawalls um die Angelegenheit, darin vielen Anderen gleich, Talkshow geguckt und Zeitung gelesen, zudem den Ablauf und Nachgang der Ereignisse um Herrn Ohnesorg und jenen Kurras recherchiert, und irgendwann enthüllte sich ihm, was ihn störte. Und dies war nicht das Offensichtliche.

Denn was zunächst zu befürchten stand angesichts der seit einigen Jahren mehr oder weniger erfolgreichen Versuche einer geschichtsrevisionistischen Umschreibung der frühen bundesrepublikanischen Historie, zumal das beliebte „68er“-Bashing betreffend, trat – weitgehend – nicht ein: zu abenteuerlich wäre es wohl gewesen, nun gleich die gesamte Bewegung von ´68, wie auch deren Radikalisierung nach dem Todesschuß, als von der Stasi ferngesteuert hinzustellen, zumal sich ein entsprechender Befehl an den Herrn Kurras, hier als agent provocateur zu wirken, bei sogleich eilfertig in Angriff genommener Suche nicht auffinden ließ, sondern vielmehr Dokumente darauf verweisen, daß die Operettenagenten des MfS selbst nicht so recht wußten, was da in ihrem Spitzel gefahren war. Daß Leute wie ein gewisser Herr Knabe sogleich wieder die Gelegenheit nutzen, das Lied von einer generellen Manipulation der Studentenbewegung seitens der DDR zu singen (Versuche dazu wird es gegeben haben, deren konkrete Wirkungskraft zu beurteilen läßt jedoch lediglich der Phantasterei freien Lauf), und suggestiv nach der Stasi-Unterwanderung der SPD und der Gewerkschaften zu fragen, steht auf einem anderen Blatt (wieso genannter Herr eigentlich nicht nach einer Unterwanderung der CDU oder wenigstens der früher ja einmal mit der SPD koalierenden FDP fragt, oder nach weiteren Stasischergen innerhalb der West-Berliner Polizei, wird dabei wohl sein Geheimnis bleiben).

Zwar wurde medialerseits flugs die rhetorische Frage gestellt und auch eiligst bejaht, ob die Geschichte von ´68 zumindest bezug der konkreten Ereignisse um Benno Ohnesorg neu geschrieben werden müsse, doch sie dergestalt neu schreiben, daß man hätte behaupten können, die DDR habe die Radikalisierung der „68er“ durch Mordbefehl forciert, oder wenigstens, diese seien ganz ordentlich aufs Glatteis geführt worden, hätten sich durch ein Stasi-Komplott weismachen lassen, der bundesrepublikanische Staat sei viel böser als in Wirklichkeit, erwies sich dergestalt als unmöglich – Kurras handelte nicht auf Befehl.

Nur die Axel-Springer-Presse machte natürlich Krach, womit sie jedoch weniger die nach dem Tod Ohnesorgs zur Wut entflammten Studenten, sondern sich selbst nachträglich noch der Lächerlichkeit preisgab, war sie es doch, welche dem Todesschützen (und nun auch noch Kommunistenspitzel) stets die Stange gehalten hatte. (Abschweifend möchte Herr Sathom übrigens auf eine Schlamperei hinwiesen, welcher er sich auch selbst gelegentlich schuldig macht: korrekterweise sollte man, so man von dem bekannten Medienkonzern spricht, immer Axel-Springer-Verlag bzw. –Konzern sagen, da es auch noch einen Springer-Verlag gibt, der wissenschaftliche Fachliteratur auflegt und mit den Zeilenschindern des erstgenannten Hauses nichts zu tun hat.)

Allein die sorgfältige Lektüre und Beobachtung der jeweiligen Medienberichte zeigte Herrn Sathom bald auf, zu welcher Art von Geschichtsrevisionismus die Entdeckung – auch und gerade seitens bürgerlicher Medien, die gemäßigt und sachlich zu kommentieren sich bemühten oder wenigstens zu bemühen sich den Anschein gaben – benutzt wurde: nicht etwa einfach nur zu einer zwar verhaltenen, sie als bezüglich der bundesrepublikanischen Wirklichkeit verblendet darstellenden, weiteren Diffamierung „der 68er“, sondern auch sich nahtlos einfügend in den parallel laufenden Strang eines Diskurses, der ebenfalls seit einigen Jahren gehegt und gepflegt wird: die retrospektive Verklärung der bundesdeutschen Gesellschaft der 50er und 60er Jahre. Denn der Mythos, an dem hierzulande gestrickt wird, besagt ja letztlich, daß in den 50ern und auch danach die Bundesrepublik nicht nur ein Schlaraffenland, sondern auch ein  demokratisches Paradies war, gegen welches „die 68er“, eine offenbar spontan dem Wahnsinn verfallene Generation (vermutlich vom Pot rauchen und Karl Marx lesen), vollkommen irregeleitet und grundlos zu Felde zog. Um nun an dieser Mythe zu häkeln, ist ein zufällig handelnder Einzelgänger sogar noch nützlicher als ein vermaledeiter Ostagent, wie manche Feuilletonisten schnell begriffen. Denn die frühe Bundesrepublik, so will es der Mythos, war kein Land, in welchem noch autoritäres Denken und Untertanenmentalität herrschten und sich die ehemaligen Naziverbrecher und –mitläufer unbehelligt, ja vielleicht sogar in hoher Position, ihres Lebens freuen konnten, sondern eine schicke, völlig umgekrempelte, über Nacht entstandene lupenreine und pluralistische Demokratie, deren Staatsvolk nicht nur durch fleißigen Wiederaufbau und mittels Vertreibung und Bombardement selbst erworbenen Opferstatus’, sondern auch durch Wunder wie das von Bern und das der Wirtschaft von den Schicksalsmächten selbst vom Betriebsunfall des Nazitums exkulpiert war – und natürlich so demokratisch wie nur irgendwas. Die „68er“ also, so die bürgerlich-mediale These, die das anders sahen, und entsprechend nach dem Tode Ohnesorgs sich vom Staat verfolgt meinten, waren von vornherein reinem Irrtum oder induziertem Irresein verfallen – und dies läßt sich gerade anhand eines Einzeltäters Kurras, der ohne jederlei Befehl handelte, ganz wunderbar exemplifizieren. Herr Sathom seinerseits möchte zu seiner These Erläuterung in der Folge einen Artikel zum Thema, der ihn für den Tenor der Deutungen und Kommentare seitens Mainstreammedien exemplarisch dünkt, einmal einer näheren Betrachtung unterziehen.

Es fand nämlich Herr Sathom in der „Zeit“ folgenden Artikel, der, obzwar er sich durchaus sachlich und ausgewogen (etwa in der Art eines Gymnasialaufsatzes) geriert, und pflichtschuldigst auch die Konkurrenz vom Axel-Springer-Verlag schilt, wie es sich gehört, zu solchen Aussagen kommt: daß die Studentenbewegung einen Geburtsfehler gehabt habe (dazu siehe unten), ein abstruses Weltbild, und daß ihr Mythos nun relativiert werde. Denn: Kurras handelte nicht auf staatlichen Befehl (was wohl eh nie jemand ernsthaft geglaubt haben dürfte, denn sonst hätte es mehr Tote geben müssen in jener Nacht und mehr Schützen, und nicht nur einen Kurras), sondern war „nur ein einzelner Mann“ – nicht ein Staat hatte geschossen, sondern irgendeine Type, also war nicht nur alles Blödsinn, was die Studenten aus der Untat folgerten, sondern auch das, was sie vorher über diesen Staat zu wissen glaubten – denn es war ja dieses vermeintliche Wissen, das ihnen die Interpretation vom Staat als Täter nahelegte. Die Bewegung hatte, freut sich der Kommentator, ein „von Anfang an ein völlig verblendetes Bild vom Staat, sie sehnte sich nach Feindbildern, und ihr allererster Anfang war nicht erhaben, sondern verquer, ein trauriges, tragisches Missverständnis.“ Kurzum: die Studenten, so die Einordnung der Ereignisse in bereits vorhandene bürgerlich-konservative Deutungsschemata, hatten von vornherein ein durchgeknalltes Bild vom Staat, so daß das Handeln eines Einzeltäters von ihnen fehlinterpretiert werden mußte als Handeln eines Staates, mit dem in Wirklichkeit alles vollkommen in Ordnung war. Deswegen wurden sie dann radikal. Weil sie den Ausraster eines Einzelnen als staatliches Handeln mißverstanden, wo dem Staat doch derlei Handeln völlig fern lag, was sie jedoch aufgrund ihrer schon vorher halluzinatorischen Wahrnehmung nicht kapierten. Aha. Was die Studenten über den Staat zu wissen meinten und durch den Tod Ohnesorgs bestätigt sahen, läßt sich im Nachhinein also feinerweise reduzieren auf eine Fehlinterpretation und –reaktion verdank eines verquasten Weltbildes, der Anlaß auf die mißverstandene Tat eines Einzelnen, welche die Studenten überreagieren ließ. Und so bekommt auch der Mythos vom Freiheitskampf, verdank dessen Protagonisten wie Otto Schily und andere „Alt-68er“ jahrelang Deutungshoheiten beanspruchten, im Nachhinein eine Delle – was den „Zeit“-Kolumnisten inspiriert, lyrisch von „feiner Ironie“ zu schwafeln.

Nur leider ist das alles gequirlter Blödsinn, meint Herr Sathom. Denn eine genauere Betrachtung des gesellschaftlichen Klimas wie auch des staatlichen Handelns der damaligen Zeit zeigt Aspekte auf, welche im Chor derart ausgerichteter Berichterstattung ignoriert oder unterschlagen werden, und die darauf verweisen, daß die Folgerungen der Protestbewegung, wenn auch irrig, so weit hergeholt nicht waren, wie eine nachträgliche Geschichtsrevision – die beinahe so tut, als sei der heutige pluralistisch-demokratische Zustand der Gesellschaft damals schon gegeben gewesen – es gern haben mag.

Sicherlich war die BRD keine Diktatur und Kurras kein Todesschütze auf Befehl des westdeutschen Staates; die Strukturen des Landes waren durchaus demokratisch (was sollte man auch machen, die Westallierten guckten ja drauf). Doch man betrachte die Ereignisse, und betrachte auch Zustand und Zeitgeist der damaligen Bundesrepublik, einmal genau. Und man frage danach, was denn das Erleben jener Generation war, das ihr ein angeblich so verblendetes Bild des Staates nahelegte. Und schon stößt man auf eine ganze Reihe von Fakten, welche etwa der „Zeit“-Kommentator vielleicht nicht kennt, vielleicht unterschlägt, vielleicht auch bei der notwendigen Auswahl der Aspekte, welche er Platzgründen in seine verkürzende Kolumne aufnehmen konnte, für vernachlässigbar hielt, weil nicht ins Schema seiner Wahrnehmung passend. War’s denn nicht die Staatsmacht, die tatenlos dabeistand, als vor dem folgenden Tod Ohnesorgs Demonstranten beim Schah-Besuch von den sogenannten „Prügelpersern“ zusammengeschlagen wurden? War’s nicht die Bundesrepublik, die mit der Pahlavi-Diktatur schmuste? War’s nicht die Presse, die häufig „recht so“ schrieb und – in Übereinstimmung mit vielen braven Bürgern – der Auffassung war, wer schon demonstriere, der müsse mit derlei rechnen und habe auch nichts Besseres verdient? War es nicht der Berliner Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz, der ohne nähere Kenntnis des Tathergangs sofort, aber auch einige Zeit später noch, die Schuld an der Eskalation den Studenten zuwies?  War nicht allgemein die dumpfe, autoritäre Einstellung jener Tage die, wer auch nur lange Haare trage, dem gehöre der Arsch versohlt, und wer auch noch auf die Straße gehe und mit Transparenten Menkenke mache, den sollte man eigentlich, und überhaupt, bei Adolf hätte es das nicht gegeben?

Tja, wie war’s denn also – zu den Fakten: den Merkwürdigkeiten, welche die Eskalation der Gewalt an jenem 02. Juni 1967 nicht nur im Nachgang, sondern auch unmittelbaren Vorlauf umgeben (nebenbei: eigenartig irgendwie, wie zeitnah zu jenem Datum Kurras’ Spitzeltätigkeit nun enthüllt wurde, ganz passend, ein Gedenken zu vereiteln). Eine ausführliche Darstellung der Ereignisse betreffs Polizeitaktik, Verhalten und (oft brutal zynischer) Diktion Verantwortlicher vor und nach der Tat (so beschrieb Polizeipräsident Duensing die Studenten drei Tage nach dem Schuß als eine „Leberwurst“, in die man habe „hineinstechen“ müssen), Vernichtung von Beweismitteln usw. findet sich im Wikipedia-Eintrag zum Thema; daraus hier nur einige wenige Details:

  • Rechtsbegriffe, Polizeistrategie und Einsatzkonzepte der Westberliner Polizei stammten großenteils noch aus der NS-Zeit, unterlagen also keiner demokratischen Neugestaltung oder Revision;
  • Polizeipräsident Duensing war bereits am 08.05.1967 vom Innensenator mitgeteilt worden, daß bei Polizeiaktionen „[…] ihre Vorgesetzten auch dann für sie eintreten, wenn sich bei der nachträglichen taktischen und rechtlichen Prüfung Fehler herausstellen sollten.“ (d.h. also auch bei Rechtsverstößen);
  • Ein Lautsprecherwagen der Polizei verbreitete während der abendlichen Demonstration – also für beteiligte Polizeibeamte hörbar – die Falschmeldung, ein Polizist sei von Studenten erstochen worden;
  • Die Polizei griff bei beiden Prügelattacken der Schah-Anhänger an diesem Tag nicht ein, ließ nach der zweiten Attacke am Abend die Schläger abziehen und deckte dabei deren Rückzug, und begann danach, selbst auf die Demonstranten einzuprügeln;
  • Trotz einer dem Regierenden Bürgermeister Albertz nach der ersten Prügelei gegebenen Zusage, Schah-Anhänger und Demonstranten getrennt zu halten, wurden abends – vor der zweiten Eskalation – die Schah-Anhänger erneut von der Polizei zwischen Polizeigürtel und Zuschauern postiert. In dem von der Polizei kontrollierten Bereich waren improvisierte Waffen wie Pflastersteine und Hartgummiringe verfügbar. Vor dem eigentlichen Gewaltausbruch griffen fünfköpfige Polizeitrupps wiederholt wahllos Zuschauer aus der Menge und verprügelten sie vor aller Augen.
  • Vorab waren über 100 Krankenwagen an den Ort der zweiten Eskalation bestellt worden, als habe man diese erwartet;
  • Nach dem Schuß weigerten sich Polizeibeamte, einen Krankenwagen zu rufen, und behinderten einen Arzt, der Erste Hilfe leisten wollte, u.a. mit dem „Argument“, daß er Ausländer sei.

Der Herr Sathom kann’s nicht leugnen: da haben sich die Vertreter des demokratischen Rechtsstaats aber wirklich dermaßen jeglicher undemokratischen Einstellung unverdächtig verhalten, daß die Studenten mit ihren Unterstellungen ja wirklich nur ein Brett vor dem Kopf gehabt haben können.

Natürlich zeigen andere Beispiele, daß man dennoch nicht generalisierend von einer faschistoiden oder polizeistaatlichen Bundesrepublik sprechen kann; so gab es außerhalb West-Berlins – wo meistenteils Hetzartikel veröffentlicht wurden, die den Studenten die Schuld an der Gewalteskalation zuwiesen – durchaus kritische Presse zum Verhalten der Behörden, und die Braunschweiger Polizei schützte den Wagenkordon, mit dem Ohnesorgs Leichnam nach Westdeutschland überführt wurde, vor Angriffen von LKW-Fahrern (was allerdings wiederum auch heißt, daß solche Angriffe seitens der Bevölkerung drohten).

Die bundesrepublikanische Rechtsprechung mag sich ihrerseits ehrlich bemüht haben, Kurras haftbar zu machen, und nur an Details wie seiner angeblichen zeitweisen Schuldunfähigkeit gescheitert sein; ominös wirkt’s aber schon, daß jemand, der einen anderen ohne gegebene Notwehrsituation von hinten in den Kopf schießt, von vornherein nur wegen fahrlässiger Tötung angeklagt wird, ominöser noch, wenn nach der Aufdeckung der Stasi-Tätigkeit Kurras’ plötzlich der stellvertretende Bundesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus Strafanzeige gegen Mordes stellt gegen den Todesschützen, der doch all die Jahrzehnte zuvor offenbar kein Mörder war (ein Schelm, wer dabei das Arge denkt, daß die selbe Tat je nachdem, in wessen Sold der Schütze stand, für Manche Mord sei oder nicht, oder meint, daß das Opfer uninteressant gewesen, bis man es als eines des Stalinismus ausgeben konnte). Ob er damit den wirklichen Opfern des Stalinismus, an die zu erinnern und die zu vertreten ein ehrbares Anliegen ist, einen Dienst erweist, findet Herr Sathom jedenfalls fraglich.

Wie auch immer, was folgt aus alledem? Daß der Eindruck, den die Studenten vom Staat hatten, wahrhaftig so irrig war? Oder daß er zwar nicht ganz so irrig war, sich jedoch immer noch als Generalisierung des Verhaltens allein der West-Berliner Polizei, Politiker und Presse interpretieren läßt?

Weder noch, meint Herr Sathom, und stellt fest:

Strukturell und formal war die Bundesrepublik der 50er und 60er Jahre sicherlich demokratisch verfaßt, dies sicher verdank der Schöpfer des Grundgesetzes und der Legislative, aber wohl auch der Einflußnahme der Westalliierten. Von den Vertretern der Politik, der Exekutive und auch dem Staatsvolk, kurz, dem umsetzenden Personal, läßt sich dies allerdings bestenfalls bedingt sagen, wobei auch Lippenbekenntnis von Handeln unterschieden werden muß. Wie etwa die Spiegel-Affäre zeigt, war etwa die Pressefreiheit durchaus gegeben, mußte jedoch dennoch juristisch gegen Einflußnahme verteidigt, wenn nicht gar erkämpft werden; und wer heutzutage aufmerksam in zeitgeschichtlichen Dokumentationen – oft genug ins Spätnachtprogramm verbannt – Interviewäußerungen des „Mannes (nicht der Frau) auf der Straße“ bezüglich Andersdenkender (oder nur Bekleideter) verfolgt, wird kaum bezweifeln können, daß Einstellung und Denken der Bürger zutiefst autoritär und in diesem Zusammenhang auch gewaltbereit und –befürwortend waren.

All dies nahmen die Protagonisten der Studentenbewegung natürlich wahr – und selbst wenn diese Wahrnehmung eine eher intuitive gewesen sein sollte, war des nichtsdestoweniger eine zutreffende.

Denn Staat, Staatsvolk und Medien waren, wie die Ereignisse der damaligen Zeit – nicht nur dies 02.06.1967 – zeigten, mehrheitlich willens, mit menschenverachtenden Regimes zu kuscheln, und witterten in jedem, der sich darob empörte – oder gegen andere ihm mißgefallende Zustände aufmuckte – von vornherein den gewaltlüsternen Krawallmacher, dem man prophylaktisch ein paar aufs Maul hauen müßte; waren selbst in weiten Teilen bereit, die Mär von den Studenten als Schuldigen ebenso zu glauben wie die vom Schah als Märchenkönig; sahen sich bedroht von zersetzenden Feinden dessen, was sie Demokratie nannten, damit aber eben doch großenteils noch klappehaltenden Untertanengeist meinten, sehnten selbst entsprechend aggressive „Gegenwehr“ beinahe herbei, und nahmen die Gelegenheit dazu auch wahr. Kurz, ihr Weltbild war mindestens so abstrus, und bestimmt so gewaltbereit, wie es Leitartikler den „68ern“ post mortem bescheinigen.

Die Korrektheit der Wahrnehmung, daß die Menschen, mit denen sie es zu tun hatten, zweifellos noch großenteils autoritär und gewaltfreudig waren, kann man den Revoltierenden daher ebenso wenig abstreiten, wie sich die Tatsache verleugnen läßt, daß ein Staat unbenommen seiner formalen Strukturierung nur so demokratisch sein kann, wie die Subjekte, die diese Demokratie als Verantwortliche und Bürger in soziale und gesellschaftliche Realität umsetzen müßten. Den damaligen Protestierern den Umstand, daß sie angesichts dieses Klimas notwendig bestimmte Erwartungen ausbilden und sie entsprechend bestätigt sehen mußten, als „Verblendung“ und Sehnsucht nach Feindbildern auszulegen, die gleiche Verblendung und Feindbildseligkeit seitens der Autoritäten und der Gesamtgesellschaft jedoch auszublenden, gehört zur antikritischen Mythologie des bürgerlichen Mittelstands, die während all der Jahrzehnte, in denen „die 68er“ angeblich Deutungsmonopole besetzt haben sollen, weitaus präsenter war im Geschäft bundesrepublikanischer Geschichtsdeutungs- und Selbstvergewisserungsstereotypen.

Daß dem „Zeit“-Kommentar wie zur Bestätigung von des Verfassers These ein Foto demonstrierender Studenten mit einer Unterschrift beigefügt ist, welche den Abgebildeten eine „Neigung zur Gewalt“ bescheinigt (ergo: eine vorab gegebene, ihnen immanente Charaktereigenschaft, welche nur nach einer geeigneten Ausrede suchte), verdeutlicht dabei einen der Funktionsmechanismen dieser Art von Mythenbildung: gerade die Beiläufigkeit, mit der das Erzählmotiv der von vornherein gegebenen Gewaltneigung bei jeder Gelegenheit wiederholt wird, verleiht diesem den Anschein von Wahrheit, verdank der Selbstverständlichkeit, mit der es dahingesagt wird wie eben all jene Dinge, „die jeder weiß“, die man zu hören und zu lesen gewohnt ist in einem Maße, daß man sie nicht mehr hinterfragt. So kann die Fotografie – auf der laufende Leute mit Transparenten zu sehen sind, die vielleicht gerade was Gewalttätiges vorhaben, vielleicht auch nicht – ganz selbstverständlich als Bestätigung der Aussage präsentiert und akzeptiert werden, wiewohl sie die Gewaltneigung selbst keineswegs abbildet (wie wollte man eine „Neigung“ auch fotografieren). Es steht zu vermuten, daß, wer derlei Bildunterschriften konzipiert, sie durchaus auch selber glaubt.

Daß die „68er“ ebenso autoritär und chauvinistisch waren wie die Gesellschaft, aus der sie hervorgingen, ist wahr, braucht einen jedoch nicht wundern, und kann nicht ihnen einseitig zur Last gelegt werden, fällt vielmehr auf gesellschaftliches wie politisches Klima und Mief, darin sie aufwuchsen, zurück; die angebliche Mythenbildung der 68er, die durch Kurras’ Enttarnung einen so schweren Schlag erhalten haben soll, findet ihr Gegenstück in einer entsprechenden bürgerlich-konservativen Mythenbildung, die ebenfalls in den letzten Jahrzehnten stets ihre Anhängerschaft hatte, und deren Protagonisten nun fröhlich so tun dürfen, als spiegele ihre Mythe die Wahrheit, die der anderen hingegen nur deren Phantasmen (nebenbei: daß ausgerechnet ein Artikel des Herrn Götz Aly, der diese Dialektik schärfer sieht, schmähende Meinungsäußerungen im Diskussionsforum auf sich zieht, verdeutlicht, wie erfolgreich die Medien Alys Thesen auf die angebliche Behauptung, die 68er seien irgendwie Nazis gewesen, reduziert haben: die ihn Attackierenden scheinen weniger den Artikel gelesen als die Medienpropaganda im Kopf zu haben). Kurras, der Alleintäter ohne Befehl, ist der ideale Kronzeuge für diese einseitige Geschichtsinterpretation – denn die hier nur angedeutete Komplexität der damaligen Ereignisse, die Gewalttätigkeit staatlichen Handelns sowie die Radikalität des gesellschaftlichen Klimas auszublenden, und die Ursache für die Radikalisierung der Studentenbewegung – ja sogar für deren „Geburtsstunde“ – auf die Tat des Herrn Kurras zu reduzieren, ermöglicht, durch dessen Entlarvung als blindwütig handelnden Einzeltäter die Mär von der realitätsfremden Studentenbewegung zu bestätigen: da hat doch nur irgendeiner irgendwie rumgeballert, das war Alles, sonst gab es doch keinerlei Anlaß für die Studentenbewegung, irgendwie dem Staat zu mißtrauen, oder ihn hinterher zu verdächtigen. Was an sich auch schon bisher die Legende war, nur daß sich durch die neue Fokussierung der Aufmerksamkeit auf Kurras widerständige Fakten, welche dieser Legende bisher noch im Wege standen, noch besser ausblenden lassen. Und zwar ganz einfach, indem vorausgehende Repressalien, bereits vor dem Schahbesuch stattgefundene Ereignisse, sonstige Anliegen und Motive der Studenten unter den Tisch fallen gelassen werden und so getan wird, als sei Kurras’ Schuß das einzige Ereignis jener Tage gewesen, auf welches sich Zorn und Protest, ja, die gesamte „Bewegung“, überhaupt gründeten. So ist es die Reduktion von Anlaß und Verhalten der Studentenbewegung auf einen „Fall Kurras“, vermittels welcher die bundesrepublikanische Gesellschaft der 60er Jahre von jedem Dazutun zur Radikalisierung exkulpiert, und die Motivation der Revoltierenden als von vornherein irregeleitet denunziert werden kann. Auf daß man sagen kann: schaut, die waren doch nur paranoid.

Daß es sich hierbei um eine ebenso von irrationalem Wunschdenken geleitete Mythenbildung handelt, wie sie den 68ern nachgesagt wird, läßt sich dabei durchaus auch psychologisch aufweisen: etwa wenn der „Zeit“-Kommentator im oben genannten Artikel die Fehlleistung begeht, zu behaupten, die Studentenbewegung habe mit dem 2. Juni 1967 begonnen und somit von vornherein einen „Geburtsfehler“ gehabt, obwohl sie ja faktisch genau genommen schon vor dem betreffenden Datum begann (und zudem als Jugendrevolte kein rein deutsches, geschweige denn in Deutschland initiiertes Phänomen war) – was eindeutig ausweist, daß hier die gesamte Entwicklung der Studentenrevolte gedanklich auf den „Auslöser“ Kurras reduziert wird, unter Ausblendung der Realitäten des Umfeldes sowie des Vorher und Nachher. Dem Wunsch, eine einfache, monokausale Erklärung für die Revolte als kognitiven Irrtum und irrationalen Blödsinn gefunden zu haben, verschmelzen tatsächliche Ereignisse, bereits vor Kurras’ Schuß stattgefundene Konflikte, komplexe, über Wochen und Monate vorangehende Sachverhalte zu einem einzigen Ereignis, einer Art Kurrasschem Urknall, in dem Zeit, Raum und Realität aufgehoben sind (also dem Wunsch freie Bahn gelassen wird): vor dem Schuß gab es gar keine Studentenbewegung, aber sie hatte, wiewohl noch gar nicht vorhanden, da bereits schon ´ne Macke, es waren sozusagen Vorgeschichte und Entstehung der Studentenrevolte im Kurrasschen Ereignishorizont zusammengefaßt, und außerhalb desselben liegende Umstände existierten eh nicht, klar, warum nicht – so „denkt“ es da primärprozeßhaft und verdichtend vor sich hin. Macht zwar keinen Sinn, aber wen kümmert’s, paßt doch so schön.

Unter den Tisch fällt die Frage, was die Studenten denn sonst hätten denken sollen – angesichts des gesellschaftlichen Klimas, der Bereitschaft, anders Denkende oder Aussehende niederzuknüppeln, oder sich seitens der Bevölkerung zumindest hämischen Phantasien hinzugeben, wie man denen mal richtig die Hammelbeine langziehen müßte, angesichts der guten, alten, deutschen Einstellung: die haben sich ein paar auf’s Maul doch verdient, wenn sie es schon aufreißen. Dieses Klima, meint Herr Sathom, spürten die Studenten durchaus; ihnen daraus nachträglich einen Strick drehen und sie als irregeleitete Mythenbastler darstellen zu wollen, ist so perfide wie unreflektiert, und nur erklärbar dadurch, daß, wer so argumentiert, selbst an einem Mythos stricken möchte. Daß dann – ebenfalls im hier behandelten „Zeit“-Artikel – pro forma noch zugestanden wird, die 68er-Bewegung habe doch das eine oder andere an Positivem im Gefolge gehabt, ändert da auch nicht mehr viel – es bleibt, letztendlich, lediglich Ausgewogenheitsfloskel (und zwar auch dann, wenn der Verfasser sie, was Herr Sathom durchaus glaubt, ehrlich meint – denn die im Verhältnis viel weitläufiger erörterte These von der Verblendung der Stundentenbewegung, die voranging, hat das „ja aber“, das die nachgeschobene Würdigung des Positiven wieder negiert, bereits installiert, läßt positive Resultate somit bestenfalls noch als zufälliges Nebenprodukt erscheinen).

Wie dem auch sei, was den Herrn Sathom ärgert, ist letztlich nicht – um’s noch mal festzuhalten – Kritik an „den 68ern“, an denen es wahrhaftig genug zu kritteln gibt; sondern daß solche Kritik genutzt wird zu dem Zweck, ihrerseits zur Mythenbildung, namentlich der retrospektiven Verklärung einer Gesellschaft, die sich eine Protestbewegung redlich verdient hatte, beizutragen. Wenn’s hier eine „feine Ironie“ gibt (Herr Sathom spräche allerdings lieber von einem unbemerkten Skandalon), dann nur die: daß das, was an jener Gesellschaft kritikwürdig war, von beiden Seiten jeweils nur der anderen als Verfehlung zugeschoben wird, um sich selbst von Autoritarismus, Verbohrtheit, Projektion und Vernichtungsphantasie freizusprechen, wiewohl diese doch Allgemeingut waren. Und was diese Aspekte angeht, haben die 68er immerhin in letzter Konsequenz deren Abbau zur Folge gehabt – und damit mehr geleistet als jene, die auf dem Hintern saßen und’s schlimm fanden, daß da welche krakeelen. Zumal Letztere auch heute wieder auf dem Hintern sitzen und autoritäre Machtelitenherrschaft sich wieder einschleichen lassen, oder als Betreiber dieses Prozesses ihn propagandistisch voranzubringen streben. Möglicherweise, sinniert Herr Sathom, war dabei auch der Wandel hin zu einer offeneren Gesellschaft seitens bestimmter Teile der bürgerlichen Mitte nie so ganz freiwillig und auf eigene Einsicht gegründet, sondern ein Einlenken gegenüber den „Krakeelern“ – was auch eine anteilige Erklärung dafür wäre, daß im Wind des Neokonservatismus und –liberalismus die versuchte Demontage der damalige Protestierer – und damit des von ihnen wenn nicht erreichten, so doch mit verursachten – einhersegelt.

Zum 68er-Bashing wäre noch viel zu sagen; über das schon erwähnte und oft gehörte Gefasel, die ehemaligen 68er hätten, wie auch der „Zeit“-Kommentator schreibt, aus ihren „wilden Jahren“ Einschüchterungsrhetorik und Deutungsmacht bezogen (womit sowohl darüber hinweggetäuscht wird, daß sie an den Stammtischen im Land nie viel galten, dieweil die Anti-68er-Mythologie genauso fleißig genährt wurde, als auch darüber, daß die Protagonisten der neokonservativen und neoliberalen Bewegung der letzten Jahre eben diese Positionen der Rhetorik und monopolisierten Deutungshoheit – auch qua 68er-Schelte – aufs Trefflichste zu besetzen wußten); über die Biographie-Schreiber, die von ihren durch 68er-Eltern zugefügten Traumata berichten, was etwa so ist, als würde jemand aus konservativem Elternhaus, der verdank biographisch erworbener Leiden eine Psychotherapie benötigt, der CDU die Schuld an diesen geben, und nur davon zeugt, daß die Betroffenen – bedauerlicherweise – die wirkliche biographische Auseinandersetzung mit ihren Eltern immer noch meiden, indem sie alle erlittenen Verletzungen und Wunden „den 68ern“ zuschreiben als einer anonymen Macht, welche ihre Eltern ferngesteuert zu haben scheint, so daß nicht diese selbst als Personen, sondern eben jene Revoluzzer einem die Kindheit verdorben haben; darüber, wie mittels der (richtigen) Feststellung, wie sehr die damals Protestierenden selbst noch autoritärem Denken verhaftet waren, geschickt ausgeblendet wird, daß sie angesichts des autoritären gesellschaftlichen Umfelds gar nicht anders sozialisiert sein konnten, der Vorwurf also eigentlich an die damalige Gesellschaft zurückfallen müßte. Über die klammheimliche Häme, die manchen dieser Anwürfe innewohnt, und die davon zeugt, daß sich hier jene freuen, denen insgeheim vor Neid der Kragen zu eng wird, daß sie nicht dabei waren oder sich nichts getraut haben – auch nicht, sich zu irren, aber dabei wenigstens mal Rabatz in ihrem Leben zu haben (oder auf der Kommunardenmatte). Und fairerweise auch, daß die Studentenbewegung, wie die gesamte westdeutsche Linke, Fehler hatte und machte – der schlimmste vielleicht der, daß sie sich ideologisch nie von den Ostblockstaaten emanzipieren konnte, was sie nach dem Fall der Mauer zunächst gegenüber dem neokonservativen Geschichtsrevisionismus mundtot machte, und mittlerweile manche veranlaßt, im Schulterschluß mit Ostalgikern einen eigenen Revisionismus zu betreiben, der etwa die DDR zu rehabilitieren und dazu ihre diktatorischen Aspekte zu verniedlichen oder zu verleugnen versucht (ironischerweise mit den gleichen „Argumenten“, welche man in der Bundesrepublik lange zum Thema Nazizeit hören konnte – etwa, wenn „Siegerjustiz“ gekräht oder aufgezählt wird, was doch alles nicht so ganz schlecht war damals).

Aber dem Herrn Sathom reicht’s jetzt damit, an diesem elend langen Artikel weiter herumzuredigieren, er hat das Seine gesagt, wenn auch nicht allenthalben so eloquent, wie er sich’s wünschen würde; ob weiteres Gefummel dazu beitrüge, des teils verknäuelt vorgetragenen Gedankens Klarheit auch sprachlich zu vermitteln, wagt er angesichts der Stunde und der schon aufgewandten Zeit ohnehin zu bezweifeln, und macht darum nun Feierabend.

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