:: Choose your poison

Am 27.09. ist „Schicksalswahl“. Hat irgendein Politiker, dessen Namen Herr Sathom erfolgreich verdrängt hat, jedenfalls gesagt. Ein Datum wahrhaft apokalyptischen Ausmaßes und millenienprägender Bedeutung also, von dem, wenn nicht das Schicksal der gesamten Menschheit oder gar des Raumzeit-Kontinuums, so doch zumindest das des Abendlandes abhängt. Huijuijui. Und Herr Sathom weiß immer noch nicht, wen er wählen soll. Böser, unentschlossener Herr Sathom.

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:: What’s in a rich man’s head

Manchmal muß Herr Sathom sich einfach aufregen. So wie Donnerstag nacht, da er, vom anstrengenden Tagwerk ermüdet, auf Entspannung sinnend durch die Fernsehkanäle zappte und im ZDF-Infokanal (wie immer in derlei Fällen also im Spartenkanal versteckt und dem Mainstream-Publikum somit eher unzugänglich) einer Dokumentation ansichtig wurde, darin man der Frage nachzugehen gedachte, was „gerecht“ sei, und das Dasein der Reichen mit der Fron der Billiglöhner verglich (inklusive Selbstversuch des ZDF-Reporters als Niedriglohnarbeiter). Anläßlich eines Ringelpietzes auf Sylt frug der wackere Reporter den daselbst sich die Ehre gebenden Herrn Wolfgang Joop, wie er die Sache – also das Verhältnis der Entlohnungen – einschätze, und Herr Joop gab gut gelaunt eine Antwort, die sicher prototypisch ist für der Wohlbestallten Gesinnung: daß nämlich erstens extreme Leistung auch extrem belohnt werden müsse, und dann, und dies fand Herr Sathom bemerkenswert, einen Ausspruch des Kollegen Lagerfeld zitierend: daß der Charme des Lebens darin bestünde, daß es eben nicht gerecht sei, und daß ein „System“, darin es gerecht zuginge, doch etwas Merkwürdiges oder Seltsames (der genauen Wortwahl entsinnt sich Herr Sathom nicht, sinngemäß jedenfalls: etwas Absonderliches) sein müsse. Die erste Aussage verdient eine ausführliche kritische Würdigung; doch nehmen wir uns zunächst einmal die zweite vor (wohlgemerkt: Herr Sathom behauptet nicht, sie stamme ursprünglich in dieser Form von Herrn Lagerfeld, sondern nur, daß Herr Joop zumindest glaubte, dem sei so).

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:: TV-Tipp: Meet the Yes Men

Herr Sathom hat dem verdienstvollen Sender arte zu danken, welcher ihm ermöglichte, den hervorragenden, ebenso schockierenden wie ulkigen und auf jeden Fall sehr erhellenden Dokumentarfilm „The Yes Men Fix the World“ (dummdeutsche Übersetzung des Titels: „Die Yes Men regeln (?!) die Welt“), welchen er im Kino verpaßte, nunmehr auf der heimischen Flimmerkiste in Augenschein zu nehmen. Der Sender wiederholt das Werk am 17.09. um 14:45 Uhr (sowie in der Nacht vom 18. auf den 19.09. um 01:30), und Herr Sathom empfiehlt wärmstens, Video- oder DVD-Recorder zu jener Stunde auf Empfang zu programmieren.

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:: Die guten und die bösen Christen

Eigentlich mag Herr Sathom den Herrn Jürgen Becker, Gastgeber der „Mitternachtsspitzen“ des WDR, mitsamt seinem munter-scharfzüngigen rheinischen Kabarettismus ja ganz gern, und hat sich auch an diesem Wochenende wieder einmal köstlich dank seiner und der genannten Sendung amüsiert, zumal darin nicht nur wie stets Loki und Smokie und der unvergleichliche Wilfried Schmickler, sondern auch der ehrbare Hagen Rether brillierten. Als Herr Sathom jedoch direkt im Anschluß noch Herrn Beckers Soloprogramm „Ja, was glauben Sie denn?“ verfolgte, darin jener so lustig wie gewitzt das Thema Religion erörtert, war Herr Sathom allerdings an einer Stelle etwas enttäuscht, wiewohl er sich ansonsten prächtig unterhielt – denn es fand sich darin etwas, das Herrn Sathom schon lange auf die Nerven geht.

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