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:: Volksparteien – Nachtrag zu „Wer ist das Volk?“

Ein Nebengedanke zum Thema „Volk“.

Daß sich die neuen Rechten brüsten, die alten „Volksparteien“ abzulösen, bzw. behaupten, daß diese ohnehin keine mehr seien, wirft eine Frage auf. Wieso überhaupt „Volksparteien“? Warum nicht „große“, „etablierte“ oder „traditionelle“? Woher rührt eigentlich der Begriff, der ja schon vor dem Erstarken der Rechten, nämlich als Selbstbezeichnung der stärksten Parteien, üblich war?

Seine bloße Existenz ist bezeichnend. Auch in anderen Ländern gibt es Parteien, die sich „Volkspartei“ oder „Partei des Volkes“ nennen, doch handelt es sich stets um Eigennamen von Organisationen, deren Ausprägung i.d.R. totalitär ist – wie die neuen Rechten legitimieren auch sie sich durch einen behaupteten Alleinvertretungsanspruch, also den, daß nur sie das Volk in seiner Gänze vertreten (bzw. daß, wer anders denkt, nicht den „Volkswillen“ teile, tendenziell nicht zum „Volk“ gehöre). Eine Gruppe von Parteien – die größten, vorherrschenden, erfolgreichen – so zu nennen, ist, soweit Herr Sathom weiß, nur hierzulande üblich.

Woher die Neigung, eine Partei durch Verleihung dieser Bezeichnung („die Grünen sind zu einer Volkspartei geworden“, als Beförderung ausgesprochen) besonderen Wert zuzumessen? :: Volksparteien – Nachtrag zu „Wer ist das Volk?“ weiterlesen

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