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:: TV-Tipp: Onkel Schicklgruber

Am Wochenende zeigte arte eine Dokumentation, die am 02.05.2010, leider um 3:00 Uhr nachts, weshalb Interessierte sich wohl der Mühe werden unterziehen müssen, das Bildwerk aufzuzeichnen, wiederholt wird; Herr Sathom findet es allerdings der Mühe wert, vermittelt „Lieber Onkel Hitler – Briefe an den Führer“ doch verstörende, aber eben auch sehr erhellende  Einblicke in die Wahrnehmung des Diktators durch sein damaliges Volk und in die bizarren Gefühle, die es ihm entgegenbrachte – eben ein Psychogramm der Deutschen in jenen Tagen.

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:: Warum es Herrn Sathom (wenn auch nicht völlig) an Begeisterungsfähigkeit mangelt

Es gibt stehende Wendungen und Vorstellungsbilder, Auslöserworte, Sprach- und Denkmarksteine, an denen sich, durch häufige Verwendung ins öffentliche Bewußtsein implementiert, bestimmte Interpretationen aktueller Geschehnisse wie auch der Vergangenheit, der Geschichte, entlang hangeln; ihre beständige Wiederholung dient dazu, diese Interpretationen immer wieder aufs Neue zu aktualisieren, und sie sowohl sich selbst als auch dem Publikum als Realität, als die richtige Deutung, zu bestätigen.

Einer dieser Eckpfeiler für „Erinnerung“ und Interpretation, der in Bezug auf Zweiten Weltkrieg und Drittes Reich häufig begegnet, ist die Aussage, daß Hitler die deutschen „verführt“ habe (mit anderen Worten, Adolf war’s, wir können nix dafür, und irgendwie – lustige Übernahme der Nazipropaganda – war Versailles schuld, sonst hätte er uns gar nicht… na ja, wir waren eben passive Opfer des Ganzen); ein anderer kam Herrn Sathom heute einmal mehr beim Hineinzappen in eine Dokumentation zum Thema U-Boot-Krieg (ZDF-History-Style, Sie wissen schon) unter.

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