Schlagwort-Archive: TV-Tipp

:: An seinen Socken klebte Schweiß (der TV-Tipp, der blaue Bohnen zum Dessert reicht)

Herr Sathom hat, hierin anders als der zahm gewordene Lucky Luke, eine Fluppe zwischen den Zähnen hin- und herrollend wie weiland Clint Eastwood, am Sonntag abend mal wieder arte geguckt; Thema waren Western europäischer Produktion, und wiewohl Herr Sathom die betreffenden Dokumentationen bereits kannte, genoß er sie auf’s Neue und empfiehlt dem oder der Interessierten, so sie’s verpaßten, deren Wiederholungstermine: [Weiterlesen]

:: Gormenghast – Nachlese

Herr Sathom hat sich mittlerweile alle Folgen der kürzlich hier annoncierten Gormenghast-Verfilmung auf arte angesehen (aus Zeitgründen hatte er sie aufgezeichnet und nicht sofort goutiert) und getraut sich nunmehr, für diejenigen, so vielleicht der artetypischen Wiederholung harren, eine Rezension abzugeben. Jene seien allerdings gewarnt, daß Herr Sathom an einigen Stellen Spoiler nicht vermeiden kann, um seine Auffassungen zu begründen.

Um es vorab zu sagen: Herr Sathom war teils angetan und teils enttäuscht. Er fand die Geschichte spannend, das Spiel der Darsteller hervorragend, zugleich aber die Machart teils kritikwürdig und den Genuß auch schmälernd, und zudem einige Aspekte der Idee bzw. Aussage des Werks nicht hinreichend prononciert. Er rät jedoch deswegen nicht davon ab, sich die filmische Umsetzung anzuschauen, da diese auch unleugbare Vorzüge hat, meint aber, daß man in der einen oder anderen Hinsicht ein Auge zudrücken müsse, um sich das Vergnügen nicht von den weniger gelungenen Aspekten schmälern zu lassen.

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:: Gormenghast

Prosit Neujahr. Und nachdem das erledigt ist:

Herr Sathom wollte einen kleinen Tipp loswerden; er wurde nämlich zufällig – da er noch keinen Blick in seine ab Samstag gültige TV-Gazette geworfen hatte – mittels eines Trailers gewahr, daß arte am Samstag, dem 02.01., und am darauffolgenden Sonntag, dem 03.01., die vierteilige TV-Miniserie Gormenghast ausstrahlt, welche auf Mervyn Peakes legendären Romanen um die gleichnamige Festung basiert.

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:: TV-Tipp: The Nomi Song

Herr Sathom stolperte kürzlich beim Zappen und New Avengers-Gucken mehrfach über einen Trailer des Senders arte, darin derselbe seine Summer of the 80ies-Serie bewarb, und stutzte ob der kurz zwischen der unvermeidlichen Madonna und anderen Ikonen der Zeit aufflackernden Erscheinung eines seltsamen Mannes, Klaus Nomi geheißen, von welchem eine der Sendungen handeln sollte. Vage wehte es Herrn Sathom an – ein Gefühl wie das einer verschwommenen Erinnerung, als rühre das Erscheinungsbild des Seltsamen, mit zu V-förmiger Frisur gelierten Haarspitzen und ebenfalls dreieckigem Outfit, gar selbst so zugespitzt geschminktem Mündchen, an etwas einst Gesehenes und Vergessenes, seltsam bekannt, doch nicht einzuordnen. Mehr zufällig sah Herr Sathom dann wirklich die ausgestrahlte Dokumentation The Nomi Song (Wiederholungstermine unten), und siehe, tatsächlich: der Pubertät noch nicht entronnen hatte Herr Sathom ihn einst gesehen, zu Beginn jener 80er, kurz paradierend über den Fernsehschirm, wahrscheinlich in einer Folge der Bananas oder der Formel 1, sicher zu des Herrn Sathoms Eltern ungläubig-belustigtem Entsetzen. Nur bruchstückhaft erreichte dieses Sängers Ruhm, nachdem er von den USA aus Frankreich erobert, auch hiesige TV-Schirme, ehe ein zu frühes Ende ihn der Welt entriß als eines der ersten Opfer jener damals noch mysteriösen, unheimlichen neuen Krankheit, die für Entsetzen und Gerüchte sorgte; so bruchstückhaft, daß ein Thomas Gottschalk (wohl anläßlich eines Auftritts in „Na sowas“, vermutet Herr Sathom angesichts einer Referenz im deutschsprachigen Wikipedia-Artikel), frech grinsepitternd damals schon, dreist dem Publikum weismachen konnte: „Wir haben ihn entdeckt!“ (nun ja, vielleicht in der Art, wie nach europäischer Lesart Kolumbus Amerika, und andere Europäer sonstwelche Gegenden „entdeckten“, wiewohl deren Bewohner diese ja an sich schon vorher gefunden hatten. So man dies gelten läßt, warum auch nicht jene „Entdeckung“ des bis dahin im Lande der Nachzügler Unbekannten).

Herr Sathom, zunächst nur einige Minuten zuschauen wollend, um den mysteriösen Charakter einordnen zu können, verblieb gebannt vor dem flimmernden Schirm. Die Dokumentation der kurzen Karriere des falsettsingenden Kontertenors, beginnend in der schrillen New Wave-Szene New Yorks, ward ihm zur Zeitreise zurück zu Bekanntem wie auch damals nur randständig Wahrgenommenem, ließ jene Zeit ihm wieder auferstehen.

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:: TV-Tipp: The Avengers (A Tribute to Ms. King)

Auch Herr Sathom zählt sich zu jenen, die von den Folgen der britischen Serie The Avengers, die im Französischen den lustigen Titel Chapeau Melon et Bottes de Cuir trägt, diejenigen für die wahren Klassiker halten, in denen die unvergleichliche Diana Rigg als Mrs. Emma Peel den Herrn John Steed bei seinen Eskapaden begleitet; man verstehe ihn also nicht falsch, wenn er – einem häufig zu hörenden Urteile widersprechend – hier verkündet, daß er kürzlich auch die Folgen der darauffolgenden Serie/Staffel, in denen die kesse Tara King (Linda Thorson) brilliert, als Darbietungen von eigenem Charme wiederentdeckt hat, wiewohl diese sonst oft für viel weniger gut befunden werden. [Weiterlesen]

:: TV-Tipp: Primeval

Eine Serie, welcher Herr Sathom anfänglich mit leichtem Vorbehalt begegnete, hat sich diese muntere Monstermenagerie mittlerweile zu einem spannenden Epos gemausert, dem Herr Sathom allwöchentlich mit fiebriger Aufregung folgt. Denn von der ursprünglich recht simplen und Eintönigkeit verheißenden Grundidee, in jeder Folge irgendein anderes Urviech aus einem Zeitloch hopsen zu lassen, hat sich Primeval trotz des verallgemeinernden deutschen Untertitels „Die Rückkehr der Urzeitmonster“ bereits vor mehr als einer Staffel emanzipiert und sich einen hochspannenden Overplot zugelegt, [Weiterlesen]