:: Opel! „taz“! Imperium! – Der multithematische Monumentalartikel in Überlänge

Veröffentlicht in Gelesen mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , am 09/11/2009 von Sathom

…weshalb Genuß von Knabberzeug beim Lesen und Pinkelpausen ausdrücklich erlaubt, sogar empfohlen sind.

Und worum geht’s? Nun, das verrät Herrn Sathoms

Prolog: GM behält Opel, die „taz“ kommentiert

Tja, es ist so gekommen, wie man schon vor der Wahl hätte ahnen können (oder besser: wissen mußte, da es sich bereits abzeichnete): General Motors möchte Opel doch lieber behalten. Gewerkschaftler und Politiker heulen auf, da der präferierte Magna-Deal nun gescheitert ist – wobei, wie die „taz“ am 05.11. ganz richtig schrieb, es gar nicht so sicher ist, ob Magna die bessere Alternative für die Opel-Beschäftigten gewesen wäre, wollte doch auch Magna mehr als 11.000 Stellen abbauen und bot zwar Bestandsgarantien für die Werke, deren Einhaltung jedoch in den Sternen stand. Die pflichtschuldige Empörung der Politik, auch damit hat die „taz“ Recht, klingt nach heimlicher Erleichterung – man hat die Sache vom Hacken, wäre Opel mit Magna zugrundegegangen, wäre die Politik, welche das Magna-Modell propagierte, verantwortlich gewesen, geht’s nun mit General Motors schief, dann ist allein GM in der Verantwortung.

So weit, so gut – oder vielmehr schlecht. Was an der „taz“-Berichterstattung (genauer gesagt, am Tenor der Kommentare) jedoch bei aller sachlicher Richtigkeit ebenfalls auffällt, gibt Herrn Sathom zu denken.

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:: TV-Tipp: Das große Rennen von Belleville

Veröffentlicht in Diverses, Geguckt mit Tags , , , , , am 12/10/2009 von Sathom

Herr Sathom hätte dieser Tage eigentlich viel zu meckern betreffs des knappen, aber dennoch unschönen Wahlsieges der konservativ-neoliberalen Koalition des Schreckens und deren seitdem fleißig begonnenen Umtrieben; allein Krankheit und zuviel Arbeit hielten ihn bisher davon ab, sich seinem Weblog zu widmen, und auch diesmal reicht die Zeit nur zur kurzen Mitteilung eines ganz anderen Belangs, welchen Herr Sathom dennoch nicht vorenthalten möchte (außerdem hat das hervorragende Fräulein Susianna Kentikian am Wochenende einmal mehr bewiesen, daß es the one and only Fly Weight World Championess ist, wozu Herr Sathom herzlich gratuliert, und was ihn nachhaltig in eine noch vorhaltende Stimmung versetzte, darin er sich dieselbe nicht durch Aufregung über Politik verderben möchte – doch unbesorgt, auch das kommt wieder).

Kurz und gut: heute nacht zeigt der HR um 23:30 den ausgezeichneten belgisch-französisch-kanadischen Zeichentrickfilm „Das große Rennen von Belleville“, einen der seltsamsten, eigenartigsten und zugleich bezauberndsten Animationsfilme, welche Herr Sathom in den letzten Jahren bestaunen durfte, und sei’s nur um der alle diesbezüglichen Klischees auf den Kopf stellenden, köstlich absurden Verfolgungsjagd am Ende des Films willen, die nichts anderes denn saukomisch ist. Seit den seligen siebziger Jahren mit ihren wilden Planeten und gelben Unterseebooten fand Herr Sathom Zeichentrick nicht mehr so erfrischend und ansprechend anders – eben kinda different. Darum empfiehlt er’s, und für wen die Mitteilung zu spät kommt (Herr Sathom bemerkte es selbst erst heute), mag das Werk sich ausleihen oder, da die dritten Programme derlei ja oft nacheinander durchhecheln, einer erneuten Ausstrahlung harren – es lohnt sich.

Gefolgt wird das Machwerk dann um 00:45 Uhr auf dem selben Sender von „Der kleene Punker“, einem Film, den Herr Sathom noch nicht kennt, aber vielleicht mal probehalber anschauen wird.

:: Choose your poison

Veröffentlicht in Diverses mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , am 26/09/2009 von Sathom

Am 27.09. ist „Schicksalswahl“. Hat irgendein Politiker, dessen Namen Herr Sathom erfolgreich verdrängt hat, jedenfalls gesagt. Ein Datum wahrhaft apokalyptischen Ausmaßes und millenienprägender Bedeutung also, von dem, wenn nicht das Schicksal der gesamten Menschheit oder gar des Raumzeit-Kontinuums, so doch zumindest das des Abendlandes abhängt. Huijuijui. Und Herr Sathom weiß immer noch nicht, wen er wählen soll. Böser, unentschlossener Herr Sathom.

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:: What’s in a rich man’s head

Veröffentlicht in Diverses, Geguckt mit Tags , , , , , am 26/09/2009 von Sathom

Manchmal muß Herr Sathom sich einfach aufregen. So wie Donnerstag nacht, da er, vom anstrengenden Tagwerk ermüdet, auf Entspannung sinnend durch die Fernsehkanäle zappte und im ZDF-Infokanal (wie immer in derlei Fällen also im Spartenkanal versteckt und dem Mainstream-Publikum somit eher unzugänglich) einer Dokumentation ansichtig wurde, darin man der Frage nachzugehen gedachte, was „gerecht“ sei, und das Dasein der Reichen mit der Fron der Billiglöhner verglich (inklusive Selbstversuch des ZDF-Reporters als Niedriglohnarbeiter). Anläßlich eines Ringelpietzes auf Sylt frug der wackere Reporter den daselbst sich die Ehre gebenden Herrn Wolfgang Joop, wie er die Sache – also das Verhältnis der Entlohnungen – einschätze, und Herr Joop gab gut gelaunt eine Antwort, die sicher prototypisch ist für der Wohlbestallten Gesinnung: daß nämlich erstens extreme Leistung auch extrem belohnt werden müsse, und dann, und dies fand Herr Sathom bemerkenswert, einen Ausspruch des Kollegen Lagerfeld zitierend: daß der Charme des Lebens darin bestünde, daß es eben nicht gerecht sei, und daß ein „System“, darin es gerecht zuginge, doch etwas Merkwürdiges oder Seltsames (der genauen Wortwahl entsinnt sich Herr Sathom nicht, sinngemäß jedenfalls: etwas Absonderliches) sein müsse. Die erste Aussage verdient eine ausführliche kritische Würdigung; doch nehmen wir uns zunächst einmal die zweite vor (wohlgemerkt: Herr Sathom behauptet nicht, sie stamme ursprünglich in dieser Form von Herrn Lagerfeld, sondern nur, daß Herr Joop zumindest glaubte, dem sei so).

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:: TV-Tipp: Meet the Yes Men

Veröffentlicht in Geguckt mit Tags , , , , , , , , , , , , , , am 16/09/2009 von Sathom

Herr Sathom hat dem verdienstvollen Sender arte zu danken, welcher ihm ermöglichte, den hervorragenden, ebenso schockierenden wie ulkigen und auf jeden Fall sehr erhellenden Dokumentarfilm „The Yes Men Fix the World“ (dummdeutsche Übersetzung des Titels: „Die Yes Men regeln (?!) die Welt“), welchen er im Kino verpaßte, nunmehr auf der heimischen Flimmerkiste in Augenschein zu nehmen. Der Sender wiederholt das Werk am 17.09. um 14:45 Uhr (sowie in der Nacht vom 18. auf den 19.09. um 01:30), und Herr Sathom empfiehlt wärmstens, Video- oder DVD-Recorder zu jener Stunde auf Empfang zu programmieren.

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:: Die guten und die bösen Christen

Veröffentlicht in Gesellschaft: Religion und Agnostizismus mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , am 08/09/2009 von Sathom

Eigentlich mag Herr Sathom den Herrn Jürgen Becker, Gastgeber der „Mitternachtsspitzen“ des WDR, mitsamt seinem munter-scharfzüngigen rheinischen Kabarettismus ja ganz gern, und hat sich auch an diesem Wochenende wieder einmal köstlich dank seiner und der genannten Sendung amüsiert, zumal darin nicht nur wie stets Loki und Smokie und der unvergleichliche Wilfried Schmickler, sondern auch der ehrbare Hagen Rether brillierten. Als Herr Sathom jedoch direkt im Anschluß noch Herrn Beckers Soloprogramm „Ja, was glauben Sie denn?“ verfolgte, darin jener so lustig wie gewitzt das Thema Religion erörtert, war Herr Sathom allerdings an einer Stelle etwas enttäuscht, wiewohl er sich ansonsten prächtig unterhielt – denn es fand sich darin etwas, das Herrn Sathom schon lange auf die Nerven geht.

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:: Mars-Migranten? Morlocks? Nach „Hobbits“ jetzt Khazad-dûm entdeckt?

Veröffentlicht in Diverses mit Tags , , , , , , , , , , , , am 28/08/2009 von Sathom

Herr Sathom staunte nicht schlecht: „Alien-Alarm?“ fragte diese Woche (am 25.08.) die „Bild“ suggestiv auf ihrer Titelseite, und zeigte dazu das Abbild von etwas, das von einem mumifizierten Säugling über einen fossilen Hominiden bis hin zu einem billigen Special Effect aus „Embryo des Yog-Sothoth“ oder „Shub-Nigguraths Töchter gegen Godzillas Bandwurm“ alles mögliche sein kann; Herrn Sathom beschäftigen zwar ganz andere Fragen, etwa welcher Koprophile welcher die Konsequenzen seines Handelns nicht bedenkende Mensch eigentlich diese Art von Toilettenschüsseln erfunden hat, die trichterförmig in ein direkt unterm Hintern liegendes Wasserloch münden, aus dem bei Anwendung alles nach oben spritzt (eine außerirdische Verschwörung?), er fragt aber dennoch zurück: wieso eigentlich Alien-„Alarm“? Diese Xenophobie immer, findet er, wird langsam ermüdend. Aber war ja an sich zu erwarten, ist ja von jeher das Credo erzkonservativer Presse, Politiker und auch deren Klientel: „Deutschland ist kein Einwanderungsland, nein, nein, und meine Suppe ess’ ich auch nicht“. Was geschähe, landeten wirklich Außerirdische in unseren klimagefährdeten Gefilden, kann sich Herr Sathom somit lebhaft vorstellen. Da würde selbiger an deren Stelle auch sicherheitshalber einen durchgeladenen Disruptor parat halten.

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:: Internetschelte und Verlagsverhalten

Veröffentlicht in Diverses, Gesellschaft: Medien und Werbung mit Tags , , , , , , , , , , , am 16/08/2009 von Sathom

Herr Sathom hat ja schon davon erzählt (wie viele andere lang vor ihm schon): Vertreter der „Qualitätsmedien“, des „Qualitätsjournalismus“ und der Verlage führen nicht erst seit gestern einen veritablen Kreuzzug wider das Internet, nicht ohne sich dabei die pseudoargumentativen Bälle zuzuspielen: in der „Hamburger Erklärung“ (deren englische Fassung, die der EU-Kommission übergeben wurde, nicht exakt mit dem deutschen Original übereinstimmt; man schaue hier und vergleiche den 6. Absatz jeweils der deutschen und der englischsprachigen Fassung), versuchen die Verlage die EU-Verantwortlichen gegen Internetanbieter einzunehmen, welche ohne Abfuhr von Lizenzgebühren ihre Inhalte weiterverbreiten – was bei kommerzieller Verwertung ja auch nicht unbedingt vertretbar ist. Zugleich wettern „Qualitätsjournalisten“ öffentlich gegen die Weblog-Betreiber, die, gleich ob kommerziell oder nichtkommerziell, Medieninhalte kommentieren und verbreiten, diesen dabei auch kritisch zu Leibe rücken, versuchen sich selbst als die einzig kompetenten Weltdeutungsexperten zu verkaufen und alle, die im Web sich äußern, pauschal als bauchgesteuerte Stammtischpamphletisten hinzustellen, die von Recherche keine Ahnung haben und ohnehin nur ihre irrationalen Vorurteile in den Cyberspace hineinblasen. Denn, so der Tenor, nur man selbst recherchiere ordentlich und präsentiere überprüfte Fakten, kommentiere die dann gar kompetent und veredle sie somit zu Juwelen demokratisch-pluralistischer Meinungsbildung, jene aber schreiben nur ab und labern dann noch irgendeinen Stumpfsinn dazu (im Argument des Abschreibens trifft man sich da mit den Verlegern, welche zwar kommerzielle Anbieter im Auge zu haben angeben, diese aber seltsamerweise nicht nennen können oder wollen – siehe hier). Kurz, die Professionellen des Medienbetriebs zeihen alle, die im Netze publizieren, derjenigen Verfehlungen, welche sie selbst gern begehen, etwa indem sie voneinander abschreiben und Medienmythen generieren, und stellen sich zugleich selbst ein Zertifikat unzweifelhafter Kompetenz und Autorität aus. Last but not least wird viel geschrieben und gesendet über die Web-Welt als ein Reich der Gesetzlosigkeit, darin sich Perverse, Kriminelle und Geisteskranke tummeln, sensationslüstern berichtet darüber, welche Gefahren für persönliche Daten wie eigenes Seelenheil darin lauern.

Lustig, wenn sie sich dann selbst dessen schuldig machen, was sie Anderen vorwerfen, und dabei noch von den ach so schlecht recherchierenden Internetschreibslern erwischt werden.

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:: Spieglein, Spieglein am Kioskstand

Veröffentlicht in Diverses, Gesellschaft: Medien und Werbung mit Tags , , , , , , , am 16/08/2009 von Sathom

Oder: Herr Sathom exemplifiziert einige zuvor gemachte Ausführungen.

Yours sincerely fiel im Nachhinein anläßlich des „Spiegel“-Titelthemas der gerade endenden Woche (dazu unten mehr) nämlich auf, daß die von ihm bereits früher erwähnten Vertraulichkeiten zwischen „Spiegel“- und Axel-Springer-Verlag eigentlich ein wunderbares Exempel darstellen, geeignet, das von ihm kürzlich behandelte Thema hinsichtlich aller damit zusammenhängenden Punkte einmal beispielhaft darzustellen. Denn was haben wir hier?

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:: Der Feldzug wider die Gegenöffentlichkeit

Veröffentlicht in Diverses, Gesellschaft: Medien und Werbung mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , , am 10/08/2009 von Sathom

Na, Ihr Lotterbande. Sitzt Ihr schon wieder nutzlos rum und lest Blogs? Tz, tz, tz – das sollt Ihr doch nicht: erklären Euch nicht seit geraumer Zeit schon die Vertreter des „Qualitätsjournalismus“, erfüllt von heiligem Ernst und Eifer, beseelt von ihrer Mission unbestechlicher Wahrheitskündung, daß die Blogszene unseriös, inkompetent und ihre Einlassungen schlecht recherchierte Stammtischpamphlete seien? Daß die im Web kursierenden Meinungen nur bauchgesteuerte Emotionalität widerspiegeln, seelische Rülpser halbgebildeter Amateure gewissermaßen? Daß allein die etablierten „Qualitätsmedien“ sorgfältige Recherche, seriöse Berichterstattung, gedanklich profunden, wohl abgewogenen und sachlichen, demokratische Meinungsbildung fördernden Kommentar des Berichteten gewährleisten? Nee also schämt Euch!

Aber im Ernst: tatsächlich tobt ja bereits seit geraumer Zeit ein „Krieg“ (so man es so nennen will, der irgendwo im Folgenden verlinkte Herr Niggemeier tut’s, Herr Sathom findet’s eher eine so erbärmliche wie oft auch lächerliche Verleumdungskampagne) der Vertreter des etablierten Journalismus sowie der Verlage, die desselben Elaborate publizieren, wider die Gegenöffentlichkeit im Web; die Zunft der Erstgenannten, so heißt es von Seiten der Propagandisten, recherchiere ordentlich, berichte sachlich, wähle kompetent aus, welche Informationen es wert seien, dem Bürger zwecks weiterer Meinungsbildung präsentiert zu werden (was oft genug in Wirklichkeit heißt: vorab auszuwählen, was dem Rezipienten kund werden dürfe, was dem Zeitgeist entspricht, Meinungen und Emotionen in bestimmte Richtungen zu lenken, widerborstige Fakten auszublenden und vorzuenthalten), die Blogpublizierenden hingegen brabbelten Stammtischgefasel vor sich hin, gleich einem in der Untergrundbahn mit Unsichtbaren schimpfenden Betrunkenen, recherchierten wenn überhaupt, dann schlampig, und seien so oder so nicht ernst zu nehmen.

Herrn Sathom ärgert diese verlogene Kampagne schon lange; denn er verfolgt die Berichterstattung in den Mainstreammedien durchaus mit klarem, gebildetem, kritischem Blick, und allzu oft findet er auch und gerade in den „seriösen“ Medien eben jenes, was den Internetpublizisten vorgeworfen wird (oder Schlimmeres) – sei es nun in  Druckerzeugnissen von unverdientem Ruf, die als qualitativ hochwertige Tages- oder Wochenpublikationen gelten, sei es inmitten dessen, was zur Hauptsendezeit im Fernsehautomaten dargeboten wird. Meinungsmache, tendenziöse Berichterstattung, die von Kommentierung kaum oder gar nicht zu unterscheiden ist, durch Tonfall des Berichtes eingefärbt, Unfug, Halbwissen, dünkelhaftes Vorurteil und vieles mehr prägen und kennzeichnen auch und gerade, was ihm allenthalben aus druckerschwarzen Abgründen wie auch aus der Glotze Flimmern entgegenschlägt. Kurz: er weiß, daß hier ein Esel den anderen Langohr schimpft, und daß, wiewohl die Vorwürfe gegenüber einem Teil der geschmähten „2.0-Bürgerjournalisten“ berechtigt sind, sie umgekehrt auf etablierte Presse und Medien(Kurt Kister in der „Süddeutschen Zeitung“) genau so gut zutreffen – nur daß diese es leugnen, und es dazumal, ehe ihr kritische Konkurrenz im Netz erwuchs, es auch nie ruchbar wurde, ihr ungerechtfertigter Ruf also unangetastet blieb. Denn aufgefallen sind Herrn Sathom der Medien Unglaubwürdigkeit wie auch Tendenzcharakter schon zu Zeiten, da an ein Internet noch nicht zu denken war (s.u.).

Kürzlich nun fand Herr Sathom im Blog des Herrn Stefan Niggemeier, des wohlbekannten Medienjournalisten, mit welchem Herr Sathom durchaus nicht immer konform geht, einen ausgezeichneten Abriß der Scheinargumente, vermittels welcher etablierte Journalistenzunft und Verlagswesen ihre Konkurrenz zu diffamieren suchen. Der Text, Wutmäander zur Qualitätsdebatte geheißen, ist lang, doch beleuchtet Herr Niggemeier darin die Scheinargumente der Hohepriester der angeblichen Qualität, und widerlegt diese Schritt für Schritt, in weit luziderer Weise und klarerer Sprache, als Herr Sathom, seinerseits dem Bandwurmsatz verfallen, es je zu tun hoffen könnte; zudem ist jene Wutmäander, ihrem Titel zum Trotz, durchaus sachlich, betont auch und zeigt auf, daß und weshalb es eines professionellen Journalismus bedürfe, und fordert lediglich, daß dieser seiner Pflicht zur Zuverlässigkeit auch nachkomme, sie tagtäglich beweise, anstatt sie qua Selbstverklärung zu behaupten, sich dabei selbst jedoch zugleich jederzeit Lügen zu strafen. Herr Sathom empfiehlt daher, diesen ausgezeichneten Text sich zu Gemüte zu führen, um so mehr, als dieser Vieles, das sich sonst vereinzelt zum Thema findet, übersichtlich zusammenfaßt.

Anfügen möchte Herr Sathom lediglich einige kommentierende Dinge; und da gleich erstens, wenn denn schon vom Kommentieren die Rede ist, Folgendes: [Weiterlesen]