:: TV-Tipp: Primeval

Eine Serie, welcher Herr Sathom anfänglich mit leichtem Vorbehalt begegnete, hat sich diese muntere Monstermenagerie mittlerweile zu einem spannenden Epos gemausert, dem Herr Sathom allwöchentlich mit fiebriger Aufregung folgt. Denn von der ursprünglich recht simplen und Eintönigkeit verheißenden Grundidee, in jeder Folge irgendein anderes Urviech aus einem Zeitloch hopsen zu lassen, hat sich Primeval trotz des verallgemeinernden deutschen Untertitels „Die Rückkehr der Urzeitmonster“ bereits vor mehr als einer Staffel emanzipiert und sich einen hochspannenden Overplot zugelegt, in welchem nicht nur Veränderungen der Vergangenheit, die bereits in die Gegenwart zurückwirkten, Gekreuche und Gefleuche aus der Zukunft und eine neu in die Evolution eingebrachte Spezies gruseliger Mutantenkreaturen eine Rolle spielen, sondern ebenso diverse sinistre Widersacher – deren einer, eine mysteriös-geheimorganisatorische Bande, wohl Schergen der Regierung, besagte Mutationen als biologische Waffen nutzbar zu machen trachtet, was, wie ein unangenehmer Ausblick entlang der Zeitlinie bereits enthüllte, auf den globalen Untergang der Menschheit und deren Ablösung durch die Monstrositäten hinausläuft. Ein ominöser Zylinder (gut, das Teil ist sechs- oder achteckig, aber Herr Sathom möchte gerade nicht nachgrübeln, wie das dann heißt), dessen Ursprung im Dunkeln liegt (Außerirdisch? Futuristisch? Prähistorisch, Lemurier oder Atlanter gar?) und hinter dem ebenfalls alle her sind, spielt auch noch eine Rolle bisher nur zu erahnenden Ausmaßes, welches es noch zu ergründen gilt. Mann!

Herr Sathom empfiehlt diese Serie – die sich nicht ganz so betont britisch gibt wie die unvergleichlichen Erlebnisse eines gewissen Doktors oder der Vasallen von Torchwood, aber immerhin eigen genug – wärmstens allen Freunden kanalinsularer Science Fiction, und weiß: am kommenden Montag geht es um der Raumzeit entsprungene Pilze, welche ihre Opfer in, nun, Pilzmonster verwandeln. Herr Sathom fühlt sich gemahnt an W.H. Hodgsons unheimlichste und lesenswerteste aller Seegeschichten, „Stimme in der Nacht“, und weiß auch: er wird zur betreffenden Stunde wie gebannt vorm Bildschirm hocken.

(Übrigens sagt Herr Sathom sorry, daß Primeval, der Doktor, Torchwood, der Herr Hodgson und sein Erzählwerk diesmal nicht verlinkt sind, aber es ist spät und der Herr Sathom müde, also googelt oder wikit doch mal selbst, Leute.)

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Next Issue: Flash!

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2 Kommentare zu „:: TV-Tipp: Primeval“

    1. Wirklich spannend wird es tatsächlich erst mit der zweiten Staffel, und von da an um so mehr, je stärker sich der Plot zukünftigen Entwicklungen (drohende Vernichtung der Menschheit durch eine neue Spezies, diverse Interessengruppen, die diese Sepzies als Waffe verwenden möchten und die zukünftige Katastrophe erst auslösen, Bedrohung des Raum-Zeit-Gefüges als solches, etc.) widmet und das reine „jede Woche ein anderes Urzeitmonster umlegen“-Schema aufgegeben wird. Die jetzt kürzlich gesendeten Folgen waren tatsächlich gar keine aktuellen – Pro 7 hat nach dem Ende der letzten synchronisierten Staffel nur mehrere alte Folgen als Lückenbüßer wiederholt, ehe kommenden Montag wieder „Eureka – die geheime Stadt“ (eine Serie, die wiederum Herr Sathom todlangweilig findet) mit einer neuen Staffel startet. Die letzte „aktuelle“ (soweit man das bei der deutschen Fassung so nennen kann – die aktuellste der Synchronfassung halt) Primeval-Folge, die dieser Plotlinie angehört, liegt daher leider schon einige Wochen zurück.

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